Yogitour.com
Yogitour.com

Costa Rica 2014                                                                               Erstmal ankommen...

Meine Reise beginnt mit einem Silvesterflug 2013/2014                                              

Nue- Ffm- Miami- Panama City!

Statt "Shoppen" in Miami Airport ist "Joggen" angesagt, um den Anschlussflug noch rechtzeitig zu erreichen. Uff, geschafft! Auch der Gratistransport zum Hotel klappt noch, obwohl schon alle weg sind. Ich hatte noch auf mein Gepäck gewartet- vergeblich! Das Umladen in Miami hat nicht geklappt :-( !

Nun sitz ich auf meiner Dachterasse, Ausblick auf Panama City, aufs Schwimmen im Pool verzichte ich (Bikini im Gepäck, Gepäck in Miami) und hundemüde geb ich mirs doch noch- das nette Feuerwerk " Happy 2014"!

Geht ja schon mal gut los ;-) !

 

Und es geht gut los, mit etwas Zeitverzögerung und Gepäck des folgenden Nachmittags 9h nach David, Übernachtung und den nächsten Tag nochmal 6 Stunden Bus, Taxi, Boot über die Grenze Panamas auf die Osa in Costa Rica.

 

Dort, wo ich wohne, gibt es keine Elektrizität und nur Schotterpisten, Strom nur solarerzeugt oder per Generator. Das macht die ganze Gegend hier wohl auch so exklusiv! Statt Stromkabel, Flora und Fauna...!

 

Mein Zimmer liegt im Casa Grande (offener Ess- Wifiraum) und ab sofort bin ich Housekeeper, Küchenhilfe, Chefin fürs Mittagessen, Brotbäcker und sonstiges...!

Das wird spannend!!!

Und los gehts...!

Ich komme genau richtig zum Gruppenwechsel und so werde ich auch gleich in meine Tätigkeiten eingewiesen...mein großes Glück...

die Küchencrew ist super!

Mahlzeiten für 30 Leute vor- und zubereiten ist neu, Buffet dekorieren, Ansprechpartner sein usw. ...da kommt viel Spannendes auf mich zu!

PS: Wer hat schon mal 40 Eier am Stück aufgeschlagen :-))) ?! Ich...

 

WOCHE 1

 

Die Yogamädels kommen aus Portland, Oregon, USA, sind super nett und richtig gut drauf...und das Beste: ich nehme an allen Yogastunden teil!

Was mir gut entspricht, ist ebenso die gesunde Einstellung zur Yogapraxis:

alles kann, nichts muss! Solltet ihr mal nach Portland oder San Francisco kommen...

www.thebhaktishop.com oder www.sellwood.com sind tolle Adressen in Portland, www.bernalyoga.com in San Franscisco!

 

In der letzten Nacht ist es uns vergönnt, eine Schildkröte beim Eierablegen zu beobachten! Die Angelegenheit dauert mind. 4 h und ist für die Turtle eine ganz schön anstrengende Angelegenheit. Sie selbst bewegt sich bestimmt 2 m vorwärts, allein durch die Zubuddelei der Eier. Man kann also davon ausgehen, das die in ca. 55 Tagen schlüpfende "Lieben- Kleinen" nicht aus dem sichtbaren Loch, sondern daneben aus dem Sand ersteigen :-).

Ich bin dann noch da, vielleicht habe ich das Glück...!

 

WOCHE 2+ 3+ 4

 

oder: die Ruhe vor dem Sturm!!!

 

Wir haben nur Hausgäste, die sind meist Selbstversorger und so ist wenig zu tun (Housekeeping), außer: die zuständige Yogalehrerin erkrankt!!!

Und das tut sie tatsächlich!

So bin ich also gleich dabei, meine "Englisch- Yoga-Lessons" zum Besten zu geben. Nicht nur, dass die Yogis gerne wiederkommen , ich muss doch auch erstaunt feststellen, dass mein Yoga- Englisch viiel perfekter geworden ist, als es jemals war. Prima!

 

In dieser Zeit ist es mir nochmal möglich, kleinere Unternehmungen zu machen. Schließlich muss ich ja Housekeepen...!

So fahre ich einen Tag zur panamensischen Grenze zurück, wo ein

"Shopping El Dorado zollfrei" wartet. Hier war ich nun in der Vergangenheit schon 2x mit dickstem Rucksack vorbei gekommen mit dem Wunsch, hier mal shoppen zu gehen. Jetzt tue ichs :-) !

Da die öffentlichen Transporte auf der Osa nur sehr wenig und die Taxen teuer sind, investiere ich das Taxigeld gleich in eine Übernachtung bei Golfito

(Purruja Lodge, sehr zu empfehlen!).

 

Zu dritt haben wir uns nun gefunden und beschlossen, in den nahegelegenen Corcovado Nationalpark (NP) zu gehen.

Wir machen "Touri-light" bzw. "Touri-clever", fliegen von Puerto Jimenez in den Park ein (= 15 Minuten über den Brokkolidschungel/ 80$ für ein super Erlebnis), haben den ganzen Tag Zeit, die Wege in La Sirenas zu bewandern, übernachten dort und beginnen um 5 Uhr früh mit unserer 8-stündigen Wanderung zurück nach Carate.

Die Vegetation ist einfach umwerfend. Ebenso Tiere, Vögel, die du noch nie gesehen hast, lauern hinter jedem Eck. Der Corcovado Park gilt als

DAS Highlight eines Costa Rica Besuchs. Ein toller Ausflug, der gerne noch eine Übernachtung mehr hätte sein können...! 

Tapir und Puma hielten sich nämlich versteckt ;-)

 

Apropo Tiere... die gibts natürlich überall !

Vor ein paar Tagen hat mich die erste Tarantel im Zimmer besucht (ich mag Spinnen und mein Zimmer ist sehr offen!), ebenso versuchen wir seit Tagen bereits unser Flusskrokodil "Schnappi" beim Fischschnappen zu filmen und gehen dabei natürlich nicht zuuu nah ran, schließlich soll es ja den Fisch und nicht die Kamera fresssen ;-)!

Die Mädels fanden kürzlich einen Skorpion im Haus und gestern schlängelte sich eine Boa über den Hauptweg der Casa Grande...

 

natürlich neben der kleinen "Horrorshow" nicht zu vergessen,-

 

...das Krächzen der bunten Papageien im Tiefflug, Tucane und andere wunderbare Vögel, große bunte Iguanas (Leguane), das Affengeschrei der 4 verschiedenen Arten hier, Schildkröten und andere Schönheiten der Natur.

Das alles vor der Haustür...oder drinnen :-) !

 

Bei Dunkelheit (ab 18 Uhr) geht hier nichts ohne Taschenlampe und Schuhe.

Sicherheitshalber!!!

Na, und Handtücher, Klamotten und Schuhe vor Benutzung auszuschütteln lohnt sich ebenso! Man weiss nie, wer da bereits eingezogen ist ;-)!

 

WOCHE 5+ 6

 

Yogis und Yoginis aus Vermont, Massachusetts und Maine sind zu Gast mit ihren beiden sehr sympatischen Ashtanga Lehrerinnen

Christine www.bristolyoga.com und Kimberley www.yogaeastyoga.com !

 

Da kommen Erinnerungen auf...2001 war ich selbst 3 Monate nach Mysore, Indien gereist , um diesen dynamischen Stil des Hatha Yogas zu erlernen.

Ich werde wieder eingeladen, an den Yogastunden teilzunehmen... irgendwie ist man als Volontär echt gern gesehen. Das macht große Freude!

 

Die erste Stunde ist eine Led class (der Lehrer führt durch die streng festgelegte Sequenz der Übungen) und meine Wahrnehmung ist ein echtes Deja Vu, dass sich nicht verhindern lässt!

"Ach,- sooo war das noch,-  ja ... genau, die Asana gabs ja auch noch, wow, das hatte ich ganz vergessen,- ach herrje, das ging dann aber doch schon mal besser vor 12 Jahren :-)"... !

Gut, dass die Gedanken ausgeschaltet sind und nur der Atem in Bewegung zählt!!!

 

Die zweite Stunde ist eine Mysore class ( der Lehrer hilft unterstützend in den Asanas und die Schüler üben ihre Sequenz ohne verbale Anleitung selbstständig).

Das "selbst" und "ständig" ist mir an sich ja geläufig, nur hier trifft es nicht zu!

" Soooooooo...und was kommt jetzt????! "

Prima! 18 trainierte Ashtangis sind alle an einer anderen Stelle :-) !

Ich kann euch sagen,- diesmal gibt es viel zu sehen!

Aber wie gut, dass...

die Augen bestens funktionieren und nur der Atem in Bewegung zählt!!!

 

So langsam werde ich der Sache wieder Herr / Frau!!

 

Des amerikanischen Ashtanga- Yogis liebste Frage ist:

"How was your practice today" oder auf deutsch:

wie war deine Yogapraxis heute?!

 

Physiologisch gesehen tut sich tatsächlich jeden Tag was Neues,

mal abgesehen von dem immerwährenden leichten Muskelkater und einem insgesamt doch etwas mehr ermüdenderem Tagesgefühl an sich, dass sich gerne nach dem anschliesendem arbeiten zeigt ;-) !

Ashtanga Yoga ist echt anstrengend!!!

 

Ach und wenn jemand denkt: Ashtanga ist halt was für Junge...

70 und 74 Jahre sage ich nur...mindestens 6 Teilnehmer reifen Alters sind auch dabei, die die Asanareihe in abgeänderter Form praktizieren.

Alles ist möglich;-) !

 

Ein absolutes Highlight dürfen fast alle Surfer am letzten Tag erleben!

Direkt neben der Surfbench/ Sitzbank am Strand buddeln sich Babyschildkröten aus und rennen was das Zeug hält ins Meer! Soooo süüüß und auch ergreifend!

Das ist Pura Vida: Leben oder gefressen werden!

Es ist ein grosses Glück für uns alle, das mitzuerleben!



 

WOCHE 7

 

Ich habe frei!

Und wie sich die Umstände ergeben, habe ich motorisierte Freunde, die meine Idee in die Berge zu fahren, teilen!

Ich lerne: wir machen einen Roadtrip!

Benötigt werden Snacks, Getränke, Musik, Mitfahrer und Beifahrer

(der, der am schnellsten Shotgun ruft sitzt vorne :-)), na und den Fahrer natürlich!

Losgehts im nicaraguanischen Schlitten zum Chiripo 3820m,

dem höchsten Berg Costa Ricas und die höchste Erhebung zwischen Guatemala und den südamerikanischen Anden.

Da die beiden Goenka Vipassana Meditationsanhänger sind, meditieren wir überall mal ein wenig zwischendurch, zelten und geniessen die wundervolle Umgebung des Chiripo mit der Cloudforest Bridge, einem Wandergebiet umgeben von tollen Flüssen.

Die Gegend ist einmalig und vorallem kühl! Eine tolle Abwechslung zur heissen Osa!

 



 

WOCHE 8+ 9

 

Zuhause dann die Hiobsbotschaft! Eine Gruppe hat abgesagt!

So habe ich eine ganze Woche Zeit, zu lesen und das Haus zu hüten, schliesslich bin ich ja Housekeeper!

 

Eine Gästin der Gruppe kommt dann doch noch! Es handelt sich um eine Wiederholungstäterin mit Namen Jessi, die die tolle Atmosphäre hier geniessen möchte und so kommt es also zur Jessiweek :-) !

Wir praktizieren die ganze Woche gemeinsam! Unteranderem denkt sich jeder sein System aus, wie er am besten 108 Sonnengrüße am Stück machend mit Bohnen zählen kann...!

 

Damit der Abschied nicht zuuu grausam wird, reise ich noch ein paar Tage (nochmal) in die Berge des Chiripos nach, um die kanadische Gruppe aus Ottawa dann doch noch samt Lehrer kennenzulernen. Schliesslich hatte ich mich auf diesen Lehrer mit seinem Santosha Yoga besonders gefreut und da ihm diese Idee des "kommt Moses nicht zum Berg, geht der Berg halt zu Moses" gefällt, übernimmt er für mich auch gleich Kost und Logie für meinen Aufenthalt.

Wer hätte das gedacht!!! Das ist ein Geschenk, das ich gerne annehme und gemeinsam üben wir alle fleissig Handstand in schönster Umgebung!www.santoshayoga.com

 

WOCHE 10& 11

 

Jetzt passiert nochmal Alles!

 

Endlich stelle ich mich dann doch noch aufs Surfbrett und siehe da...Anfängerglück!

Ich stehe und verstehe, wie es ist, wenn einen die Welle mitnimmt, wieviel Zeit und Stabilität plätzlich da ist, um sich aufs Brett zu schwingen...! Toll!

Und eben Anfängerglück! Am nächsten Tag "catched" mich die Wave und ich mache Unterwassersurfing mit der Aufgabe nicht vom Brett erschlagen

zu werden ;-). Die nächsten Tage sind die Wellen zu hoch für Anfänger!

 

Die letzte Gruppe reist an und was für ein Zufall legen wir nochmal grossen Wert auf Armbalancen! Genau mein Ding, der Handstand!!!

Die Folks sind aus Washington DC und Ashtanga Yogis!

Die kompetenten Lehrer zeigen Tricks und Kniffe für fortgeschrittenere Asanas.

www.pegmulqueen.com & www.flowyogacenter.com/teacher/michael-hall

Eine übungsintensive Woche!

 

Leicht Muskelkatergequält erfüllt sich dann auch noch ein kleiner Kindheitstraum!

Reiten am Strand...da die Nordsee nicht da ist, gibts eben nun den Pazifik!

Vom Strand in die Berge zum erfrischenden Wasserfall und durch den Dschungel zurück! Eigentlich bin ich kein Pferdefan, allerdings nach diesem Ritt mit

Hummingbird (übersetzt"Kolibri"...?! Wie kommt man auf so eine Idee?!) bin ich auf jeden Fall nicht abgeneigt, weitere Ausritte zu unternehmen. Das war schön!!!

 

Diese Woche gibt es alles nocheinmal "zum letzten Mal" und auch das nehme ich wahr und geniesse!

 

Vielleicht ist es ja gar nicht das letzte Mal ?!

Vielleicht ist es ja "the end of the first of many"?!

Diesen Satz sagte eine Amerikanerin zu mir, als ich meine erste Alleinreise 1991

4 Wochen Interrail nach Portugal unternahm und traurig war, weil die Zeit des Reisens zuende ging. Sie hatte recht und ich werde diesen Satz nie vergessen ;-) !

 

Allen sei ein riesen DANKE SCHÖN für meine schöne Zeit hier in Costa Rica!!!

 

 

 

 



 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Sylvia Klar